JUST A DIARY Katharina Middendorf’s Blog

8. Januar 2014

Für immer.

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Ich habe meiner Mutter den Kindle Reader von Julian geschenkt. Heute hat sie mir erzählt, das dort auch unsere Geschichte „180 Grad“ gespeichert ist. Das wusste ich. Was ich aber nicht wusste war, dass er dort zwei Wörter markiert hat. Nur zwei Wörter. In dem ganzen Buch. Und zwar die Worte „Für immer.“

Er hat das Buch im Hospiz gelesen, als er eigentlich schon gar nicht mehr richtig lesen konnte. Einmal habe ich ihm daraus vorgelesen. Und wir haben gelacht. Die Entdeckung meiner Mutter heute hat mich wieder daran erinnert, dass ich, auch als er gesund war, sein Schweigen oft als Abwesenheit gedeutet habe und auf die Momente seiner erkennbaren Präsenz auf dieser Welt gewartet habe. Dabei war er immer da. Man musste einfach nur genau hinschauen.

Und das wünsche ich mir für diese Welt so sehr. Dass wir alle einfach ein bisschen mehr hinschauen. Und dann staunen, über das was wir sehen. Und so schaute ich heute auf diese zwei unterstrichenen Worte, die mir wie eine Botschaft aus einer anderen Welt waren. Und als ich am Rechner saß und über eine Zeichnung für den Blog nachdachte, wollte ich nur eins: 2 Elefanten.

2 Comments »

  1. …..Sehr Schon immer…………..

    <3

    Kommentar by Jacqueline — 8. Januar 2014 @ 1389216011GMT+0000C

  2. Ja, Schweigen ist still und zeigt oft so viel mehr Präsenz als Worte. Und dabei hat das selten etwas mit „Dickhäutigkeit“ zu tun …

    Kommentar by Katharina — 9. Januar 2014 @ 1389267973GMT+0000C

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