JUST A DIARY Katharina Middendorf’s Blog

21. Januar 2011

MfG – Die GEZ.

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Seit über 10 Jahren warte ich schon drauf. Nun ist es endlich passiert: der Mann von der GEZ war da!

Zur Begrüßung drückt er mir seinen Ausweis ins Gesicht – mit einem Stiefelfuß schon in der Haustür. So eine Mischung aus Drückerbanden-Habitus und FBI Agenten-Manier. „Bitte wer sind Sie?“ (Der Ausweis war zu kurz und vor allem zu nah vor meinem Auge). Von den Zeugen Jehovas kann er nicht sein, da arbeiten ja nur Frauen und die tragen auch meist Filzschuhe statt Militärstiefel. Ah, vielleicht der Gasableser, die sind auch immer so rabiat… „Vom RBB.“ Cool, vielleicht wollen die was über nivata drehen. Mein erfreutes Gesicht scheint den Mann zu verwundern. „Na wegen der Rundfunkgebühren“! Mir rinnt sofort der Schweiß – obwohl ich mich ja innerlich seit 10 Jahren auf diesen Tag vorbereitet habe. Stotternd beantworte ich seine Fragen: Nein, kein Fernseher. Nein, kein Radio. „Nicht mal ein Autoradio?“ „Wir haben ja nichtmal ein Auto.“ „Ein Unternehmen, ein Haus, aber kein Auto?“ „Das hier ist ein Yogastudio und keine lukrative Table-Dance-Bar.“ Aus meiner anfänglichen Angst wird schnell Aggression. Zum Glück kommt Julian gerade nachhause und übernimmt. Die beiden reden kurz und 2min. später marschiert der Mann fröhlich davon… Ist schon gut einen Berliner als Mann zu haben und dazu noch einen, der brav jeden Monat 5€ für Radiogebühren abdrückt… Manchmal ist es doch schön, den Spießer in seinem Mann zu entdecken..

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