JUST A DIARY Katharina Middendorf’s Blog

28. Januar 2010

Babytrends im Babyland.

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Spazieren im Prenzlauer Berg ist wie Slalom. Hier weicht man zwar keinen Hundehaufen aus – das wäre Friedrichshain, sondern carvt stattdessen um anrollende und querstehende Kinderwagen.
Was für die meisten jetzt nach Horror klingt, war für mich als junge Mutter der wahrgewordene Traum – eben noch alleine in der Hitze-Hölle Rajasthan, jetzt im überlaufenen Gleichgesinnten-Himmel. Doch der Schein trügt: es gibt hier zwar unglaublich viele Kinder, aber wenig gleichgesinnte Eltern. Während teure Kids-Entertainment-Gruppen mit abenteuerlichen Namen wie Pekip, Bobath, etc. boomen, sind einfache Krabbelgruppen, wo die Kleinen einfach so aneinander rumgrabbeln, wohl verblasster Hippie-Traum…
Aber was es nicht gibt, kann man ja selbst machen. Dachten wir zumindest und haben wildplakatiert – in tiefer Gewissheit, dass wir eine Sekretärin für die vielen eingehenden Anrufe einstellen müssen. Doch diese Sozialversicherungsabgaben haben wir uns zum Glück gespart …

Statt Krabbelgruppe ist es bisher eher ein Krabbelduo. Doch auch das stimmt nicht wirklich. Denn Jonathan, der erste und einzige Krabbelgruppen-Kandidat, sitzt die meiste Zeit statt zu krabbeln. Und Lea, die erste und einzige Vorsitzende des Krabbelgruppen-Vereins wackelt ständig auf zwei Beinen um den Tisch. Die einzigen die auf dem Boden rumkrabbeln sind wir: die Eltern.

Vielleicht muß man dem Kind auch einfach nur einen anderen Namen geben. Pekip ist ja schliesslich auch zum Prenzlauer Berg Wort des Jahres geworden.

Aber Kragru? Nö. Und eigentlich sind wir in unsere Sitz- und Laufgruppe ganz happy … Kann wenigstens jeder machen, was er will …

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