JUST A DIARY Katharina Middendorf’s Blog

10. Juni 2008

Wenn der Gasmann bloß einmal klingelt …

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Es klingelt. Der Gasmann ist da. Und mit ihm das erste Problem.

„problem: no english.“

Ja, das ist in der Tat ein großes Problem, aber nichts Neues. Was uns viel mehr und tatsächlich Kopfschmerzen bereitet, ist das beim Kochen austretende Gas…

„No, the problem is the outcoming gas.“

Keine Reaktion.

„LEAK! GAS!“

„Ah, gas!“

Der Mann scheint sich nun wieder zu erinnern, warum er hier ist. Und macht sich an der Gasflasche zu schaffen. Gute 10 Minuten dreht er immer denselben Knopf hin und her. Auf und zu. An und Aus. Weil uns schon ganz schwindelig wird, vom vielen Hinsehen beim Hin- und Herdrehen und vom Gasgeruch, fragen wir mal nach:

„Can you smell it?“

Große Augen, fragender Blick.

Wir probieren es mit der rhetorischen Variante:

„Don´t you smell it?“

Kleine Augen, nachdenklicher Blick.

„SMELL THE GAS? YES OR NO?“

Deutlich scheint besser zu funktionieren als rhetorisch, denn nun kann man förmlich hören, wie es bei ihm Klick macht.

Glücklich, nun verstanden zu haben, strahlt er uns an:

„No. No smell.“

Dann dreht er sich um und geht.

Nun sind wir es, die große Augen machen und fragende Blicke austauschen.

Nach etwa 15 Minuten kommt er wieder. Schraubt erneut an der gleichen Schraube rum. Hört dann abrupt auf, reibt sich zufrieden die Hände und sagt fröhlich:

„Now, I smell.“

Und geht. Ohne wiederzukommen.

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