JUST A DIARY Katharina Middendorf’s Blog

9. Mai 2008

Kerala pictures proudly presents: The Kovalam Kombo

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SETTING

Kovalam. Ein kleiner Strandort im Bundesstaat Kerala. Im Bermudadreieck der Religionen. Tempel, Moscheen und Kirchen existieren hier ebenso friedlich nebeneinander wie die Bewohner von Kovalam Beach. Oder trügt der harmonische (Sonnen)schein?
Die folgenden Ereignisse finden jeden Tag zwischen 12 und 16 Uhr statt.

 

STARRING
(in alphabetical order)

Die Fruit-Ladies

Kovalam Beach ist erfrischend abwechslungsreich.
„Mango?“, „Papaya?“, „Coconut?“, „Banana?“, „Ananas?“ … nachdem sie das ganze Fruchtalphabet aufgezählt haben (man wartet geduldig ab, denn die Fruit-Ladies haben eine effektive Umzingelungstaktik), liegt die schwerste Entscheidung darin, sich für eine der Damen zu entscheiden. Denn einen USP gibt es hier nicht.
In Kovalam hat jeder das gleiche. Jeden Tag.

 

Der Hasch-Pappi

Kovalam Beach ist zwar nicht Goa, aber das muss der Hasch-Pappi ja nicht unbedingt erfahren.
„High Guuuuuuuys …“ Diese breeeiiiite Begrüßung dauert geschäftschädigend lange. Denn während die Passanten in der Zwischenzeit schon gute 100 Meter weiter gegangen sind, entfernt sich seine Stimme im Off mit dem wichtigsten Teil der Botschaft „waaaanna smooooke?“.
Aber den Teil des vermeintlichen Verkaufsgesprächs hört dann schon niemand mehr.

 

Die Stoff-Matadore

Kovalams Strandpromenade ist nur ca. 1.5 Meter breit.
Das entspricht genau der Spannweite der Armlänge der fliegenden Händler. Ein rotes Tuch für jeden Passanten. Denn es gibt kein Vorbeikommen. Angriffslustig flattert der Stoff zur rechten des grinsenden Torreros. Der Passant wird zum Stier. Zwei Möglichkeiten: Er ergibt sich und kauft.
Oder er stellt seine Hörner auf und durchbricht die Stoffmauer.
Frei. Zumindest bis zum nächsten Ausweichmanöver.

 

Die Strand-Pfeifen

Kovalam Beach ist gefährlich.
Zumindest was Strömung und Wellengang angeht. Aber dafür gibt es ja die Beach-Polizei. Statt Rettungsboje haben die Lifeguards hier Trillerpfeifen. Prävention. Sie pfeifen alle solange in Grund und Boden bis niemand es mehr wagt, in ertrinkungsrelevantes Gebiet vorzudringen. Kein Wunder, dass viele Touristen Ohropax tragen oder I-pod hören.

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