JUST A DIARY Katharina Middendorf’s Blog

2. Mai 2008

In den Armen von (M)Amma.

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24 Millionen Menschen hat sie schon umarmt. Und jetzt auch mich.

„Es sind nur knapp 60km bis Amritapuri. Es reicht also, wenn wir um 06.00 Uhr losfahren.“
Kein Ding, denke ich, stehe ja gerne früh auf. Aber was um alles in der Welt wollen wir schon um sieben bei Amma? Nagut, die werden es schon wissen. Wissen sie auch, denn 60km in Indien, bedeutet nicht etwa ne knappe Stunde Fahrt…

Nach 3 (!) Stunden, einem Chai und 5xPippistopps (Blasenentzündung) später, treffen wir im Ashram ein. Das Gebäude sieht aus wie die Filmkulisse der 80er Jahre SF-Serie „Die dreibeinigen Herrscher“. Erstmal frühstücken. Ne, erstmal auf Toilette. Blasenentzündung sticht Hunger – eindeutige Notdurft-Hierarchie.

Dann kann ich mir endlich aus den dampfenden Töpfen was aussuchen: Entweder Brot mit Pampe. Brot mit Pampe oder Brot mit Pampe. Ich nehme dann mutig Brot mit Pampe. Ein einziger, unbändiger Wunsch macht sich breit: Nachspülen. „Ne, Saft würde ich besser noch nicht trinken. Wer weiß ob Du den verträgst?“ Entschuldigung?, ich habe gerade Höllenpampe gegessen, da werde ich wohl den himmlischen Mangosaft vertragen. Nagut. Gehe ich halt erstmal auf die Toilette. Und hole mir danach heimlich auf dem Rückweg doch einen Mangosaft. Tue ich auch. Kurz bevor ich ins Krankenhaus gehe. Denn Marc, unser neuseeländischer Begleiter, behält recht. Wie eigentlich immer… Ich vertrage noch keinen Mangosaft. Aber vor allem ertrage ich die Ashram-Toilette nicht mehr. Also schnell Medikamente holen und dann ab zu Amma.

Doch erstmal sitzen wir 2 Stunden. Mir ist heiß. Mir ist langweilig. Ach, und ich muß natürlich immer dann auf Toilette, wenn es gerade weitergeht. Aufstehen. Aufrücken. Es gleicht der Reise nach Jerusalem. Nur mit System. Wenn auch wenig erkennbar – dennoch vorhanden. 3 Meter vor der Hugging-Mum werde ich auf die Knie gedrückt und robbe zu Ammas Busen. 1 Minute später liegt mein Gesicht darin äh, daran. Und das ist schön.

Obwohl sie nicht weiß, dass ich Deutsche bin, sagt sie mir ins Ohr:
MeineLiebe, MeineLiebe, MeineLiebe.

www.amma.de

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